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Was kostet ein Hund?

Wenn Sie sich einen Hund zulegen kommt einiges an Kosten auf sie zu. Zunächst lassen sich diese Kosten wie folgt gliedern:

  • Einmalige Kosten
  • Erstausstattung
  • Regelmäßige Kosten
  • Außergewöhnliche Kosten

Die nachfolgende Aufstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr soll die Aufstellung dazu verhelfen einen Überblick zu erhalten, welche Kosten auftreten können, wenn man sich einen Hund zulegt. Das wird bei der Anschaffung eines Hundes vielfach unterschätzt.
Wenn Ihnen weitere Positionen einfallen, die hier vergessen wurden, lassen Sie es uns wissen. Schreiben Sie einfach eine Mail an: info(at)sport-und-gebrauchshunde.de.

Die Einmaligen Kosten

Zu den einmaligen Kosten gehören die Kosten, die anfallen beim Erwerb des Hundes. Je nachdem woher Sie Ihren Vierbeiner holen möchten variieren diese Beträge ab etwa 50,- Euro (z.B. Schutzgebühr, wenn Sie den Hund beim Tierschutz oder vom Tierheim holen) bis zu zu mehreren Tausend Euro (z.B. seltene Hunderasse, die es nur bei ganz wenigen Züchtern gibt).

Auf jeden Fall gilt: lassen Sie sich gut beraten welche Hunderasse zu Ihnen passt und für den Fall, dass Sie den Hund bei einem Züchter einer momentan sehr beliebten Hunderasse holen, sollten Sie den Züchter auch sehr genau unter die Lupe nehmen. Wenn Sie noch nicht so viel Erfahrung haben, nehmen Sie beim Hundekauf am besten jemanden mit der Sie gut beraten kann.

Kosten für die Erstausstattung

Zu dieser Position gehören Ausgaben, die Sie anfangs sehr wahrscheinlich tätigen werden für ein Hundebett, Hundekissen, Halsband, Leine, Spielzeug, Hundehütte u.ä. Hier können Sie locker mehrere Hundert Euro verschwinden lassen. Natürlich gibt es auch preiswerte Varianten. Aber zumindest bei Halsband und Leine sollten Sie im Sinne der Sicherheit unbedingt auf Qualitätsprodukte achten. Das Hundebett sollte auch ausreichend groß gewählt werden. Je nachdem wie groß Ihr geliebter Vierbeiner ist, kann ein Hundebett ebenfalls mehrere Hundert Euro kosten (je größer desto teurer); für kleine Hunde beginnen nette Hundebetten schon bei ca 30,- bis 40,- Euro.

Ach ja: wenn Sie mit Ihrem Hund viel mit dem Auto unterwegs sind ist eine sichere Unterbringung Ihres Hundes im Auto ebenfalls Pflicht. Auch hier gilt wieder: je größer der Hund, desto teurer wirds. Auch eine vernünftige Hundebox für den Kofferraum kostet Sie bei einem großen Hund mehrere Hundert Euro. Ist Ihr Auto groß genug? ;-)

Die Regelmäßigen Kosten

Hundefutter

Dazu gehören auf jeden Fall die Kosten für das tägliche Futter des Hundes. Auch hier varriieren die Preise.

Angenommen, Sie haben einen ca. 30kg schweren Hund der normales Futter verträgt, belaufen sich die Kosten für Hundefutter auf monatlich zwischen 30 und 60 Euro. Je nachdem welches Futter Sie wählen. Für einen kleinen Hund wird das Futter nicht unbedingt billiger.

Mitgliedsbeiträge im Hundeverein

Die Mitgliedsbeiträge im Hundeverein fallen in der Regel einmal pro Jahr an. Unter Umständen gibt es Vereine, die Ihre Gebühren monatlich erheben. Auch hier variieren die Kosten - fragen Sie am besten bei Ihrem nächsten Hundeverein nach der Beitragshöhe. Die Mitgliedschaft in einem Hundeverein lohnt sich auf jeden Fall. Gerade wenn Sie sich einen Welpen zulegen, sollten Sie zunächst an der Welpengruppe teilnehmen, damit ihr Hund ein ordentliches Sozialverhalten lernt, denn: was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Nach der Welpengruppe wäre nun die Begleithundeschulung angebracht. Hier lernen Sie Ihren Hund auch in kritischen Situationen im Griff zu haben. Viele Hundebesitzer sind der Meinung, sie müssten nur ein bis zweimal an den Übungen im Verein teilehmen. Wenn der Hund ein "bisschen Fuß gehen" kann und ein "bisschen horcht", dann würde das reichen. Täuschen Sie sich da nicht! Nur das regelmäßige Training garantiert Ihnen, dass Sie Ihren Hund in jedem Moment im Griff haben! Also: Üben, üben, üben - und in der Gruppe übt es sich meistens leichter als alleine.

Tierarzt

Weiterhin gehören zu den regelmäßigen Kosten die Ausgaben, die Sie tätigen müssen für Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen beim Tierarzt. Der Hund sollte jährlich gegen verschiedene Krankheiten geimpft werden. Hier belaufen sich die Ausgaben auf schätzungsweise zwischen 50,- und 100,- Euro.

Hundesteuer

Die Hundesteuer wird jährlich bei der örtlichen Gemeinde entrichtet. Die Höhe liegt im Ermessen der einzelnen Kommunen und Gemeinden. Am besten Sie erfragen bei Ihrer Gemeinde die Höhe der Hundesteuer, die wiederum nach Rasse, Zahl der gehaltenen Hunde variieren kann.

Mögliche Steuererleichterungen gibt es unter Umständen für ausgebildete Hunde: z. B. Blindenhunde, Therapiehunde, Rettungshunde etc. oder Hunde nach Ablegen bestimmter Prüfungen.

Versicherungen: Hundehaftpflicht, Hundekrankenversicherung, OP-Versicherung

Sie benötigen auf jeden Fall eine Hundehaftplfichtversicherung. Hier können Sie bei verschiedenen Versicherungsanbietern nachfragen oder einfach Ihre bestehende private Haftpflicht um eine Hundhaftpflichtversicherung ergänzen.

Wenn Sie die Kosten beim Tierarzt scheuen, können Sie sich auch nach einer Hundekrankenversicherung umsehen. Die monatlichen Beiträge für eine Hundekrankenversicherung sind allerdings "nicht von schlechten Eltern".

Anders sieht es mit einer OP-Versicherung für den Hund aus. Diese tritt dann in Kraft, wenn Ihr Hund operiert werden muss. Und die Operationen sind es meistens, die richtig hohe Ausgaben verursachen. Die OP-Versicherungen sind in der Regel auch erschwinglich und sehr empfehlenswert. Doch zu lange sollten Sie nicht warten. Bei vielen OP-Versicherungen wird ein Hund, der ein bestimmtes Lebensalter überschritten hat, nicht mehr versichert!

Fellpflege

Auch die Fellpflege kann richtig ins Geld gehen. Bei vielen Hunderassen ist sie aber zwingend notwendig, beispielsweise bei Westies oder Yorkies. Wenn das Fell nicht gepflegt wird, verfilzt es und es setzen sich zahlreise Parasiten ab, die zu Krankheiten führen können.

Die Kosten für die Fellpflege ergeben sich also entweder in einem regelmäßigen Besuch im Hundesalon und / oder durch den Kauf von Scheren, Kämmen, Pflegemittelchen usw.

Die Außergewöhnlichen Kosten

Wenn Sie einen Hund haben, kann eine Reihe außergewöhnlicher Kosten auf Sie zu kommen. Beispielsweise wenn Ihr Hund krank wird. Ja, ein Hund kann z.B. auch eine Mandelentzündung bekommen. Oder Ihr Hund rennt wie wild im Stoppelfeld und verletzt sich so stark, dass z.B. der Vorderlauf anschwillt. Was insbesondere bei kleinen Hunden passieren kann, deren Fell ein klettenähnliches Verhalten hat ist, dass eine Weizenähre ins Ohr gelangt oder sich sogar in´s Fleisch schießt; auch in diesem Fall ist mal wieder der Tierarzt angesagt. Das waren bisher nur Bagatellfälle. In jedem der genannten Fälle haben Sie beim Tierarzt zwischen 50,- und 150,- Euro los.

Doch was, wenn eine aufwendige Operation notwendig wird? Das kann sehr schnell passieren. Z.B. zwei große Hunde spielen sehr wild miteinander, einer der beiden "stolpert" sehr ungeschickt und verletzt sich an der Hüfte (ist alles schon passiert). Hier wird eine Hüftoperation notwendig, die gleich mal einen vierstelligen Betrag annehmen kann. Deshalb empfiehlt sich auf jeden Fall eine OP-Versicherung.

 

 

 
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